Persönliches

Aufgewachsen bin ich in einer Großfamilie als 5. von 7 Kindern. Schon in meiner Kindheit stand für mich fest, dass ich Erzieherin werden wollte.

In meinem Praktikumsjahr nach der Schule sammelte ich Erfahrungen in einem Kindergarten, einem Kinderhort und auf einer Entbindungsstation. Während meiner Zeit auf der Fachschule für Sozialpädagogik hospitierte ich in völlig unterschiedlich geführten Kindergärten. Auch in einem Montessori-Kindergarten. Die Arbeit mit Kindern ist wie ein Geschenk für mich. Ich liebe die Fröhlichkeit und Offenheit der Kinder.

Auch die Elternarbeit erlebe ich als etwas ganz Besonderes. Schon früh kamen Eltern auf mich zu, um mich um meinen Rat zu bitten. Es war stets ein reger Austausch und eine gute Zusammenarbeit.

Ein Beispiel, an das ich mich gerne erinnere, ist das Sommerfest der Gemeinde St. Michael. Am ersten Tag nach dem Mittagessen liefen viele Kinder unbeaufsichtigt herum. Eltern wollten sich unterhalten und die Kinder wollten spielen. Es entstand unangenehmer Stress zwischen Eltern und Kindern. Nachdem ich mit den Eltern gesprochen hatte, fühlten sich einige motiviert, den Kindern vorzulesen und mit ihnen zu spielen. So entstand das schönste Kinderfest, das ich erlebt habe.

Mit der Geburt meiner Kinder wurde das Thema Ernährung für mich wichtig. Ich informierte mich über Inhalts- und Zusatzstoffe fertiger Nahrung. Daraufhin begann ich noch intensiver mit frischen Zutaten zu kochen. Als berufstätige Mutter suchte und kreierte ich Rezepte, die mit wenig Zeitaufwand zubereitet werden konnten. Gemeinsame Mahlzeiten wurden in unserer Familie zu einem sozialen Knotenpunkt. Das Thema gesunde Ernährung traf bei vielen Kindergarteneltern auf Interesse. Hier entstand ein reger Austausch, der auch mir viele Ideen brachte.

Nach vielen Jahren meiner Arbeit in konfessionellen Kindergärten suchte ich eine neue Herausforderung. Es war die Arbeit nach Rudolf Steiner.

Während meiner Ausbildung zur Waldorferzieherin wurde ich mit dem antroposophischen Menschenbild vertraut. Es spricht von drei Wesensgliedern des Menschen "Körper, Geist und Seele". Von besonderer Bedeutung ist für mich das daraus resultierende Wissen um die Entwicklung des Körpers und der Organe des Kindes. Das Umfeld kann diese Entwicklung stärken oder schwächen.

Zur Stärkung dienen folgende Grundlagen der Erziehung:

  • Vorbild und Nachahmung
  • Rhythmische Gestaltung des Tages
  • Das freie Spiel

Diese Grundlagen machte ich mir zu eigen. Was mir sehr aus dem Herzen spricht ist die Aussage Rudolf Steiner's, dass die Selbsterziehung des Erwachsenen eine notwendige Voraussetzung zum Umgang mit dem Kind darstellt.

Die Arbeit an mir selbst, Neues entdecken und die fachliche Weiterbildung sind Schwerpunkte in meinem Leben.

In meiner Ausbildung zur ayurvedischen Gesundheitsberaterin lernte ich die Schwangerenmassage kennen. Begeistert erlernte ich darauf aufbauend dann die Babymassage. Es sind für mich wundervolle Stunden, die ich gemeinsam mit den Eltern und ihren Babys verbringe.

Nach so langer Zeit des Umgangs mit Familien ist für mich klar, dass die Arbeit als Familiencoach meine Berufung ist. Ich unterstütze Familien dabei, ihren ganz persönlichen Weg zu gehen und das in einer Struktur die Kraft spendet.

Starke Kinder in einem lebendigen Familiensystem, das - ist mir eine Herzensangelegenheit.

Herzlich

Ihre

Hildegard Eisenla